Warum Brauchen wir neue Bildungsorte?

Das derzeitige Schulsystem zerstört und unterdrückt nicht unbedingt absichtsvoll, aber systematisch Potentiale, individuelle Fähigkeiten, Neugierde und Motivation. SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern versuchen, den Anforderungen stand zu halten, zu funktionieren, ihr Bestes zu geben und sind im Hamsterrad gefangen. Junge Menschen werden zu Objekten gemacht, welche es zu formen gilt. Eltern von Schulverweigerern droht Sorgerechtsentzug. Der alternativen

Bildungsbewegung in Bayern und deutschlandweit werden extreme Hürden in den Weg gelegt, Initiativen systematisch ausgebremst, plattgemacht oder gar gleich im Keim erstickt. 

Wir haben keine Zeit mehr zuzuschauen, wie Neugierde Lern/Lebensfreude

und Kreativität systematisch zerstört wird. Wir können uns nicht mehr länger einem Bildungssystem ausgeliefert fühlen, welches auf Macht und

Kontrolle aufgebaut ist, anstatt auf Vertrauen und Angst die Führung übernimmt. Ein höher, schneller, weiter, besser führt uns in eine Sackgasse.

 

Dieses doch veraltete, und in einigen Bereichen krankmachende Bildungssystem, bedarf einer Transformation und einer grundsätzlichen Neugestaltung. 

Die Zeit ist reif dafür, dass sich das Recht auf Bildungsfreiheit und die Abschaffung des Schulzwanges endlich durchsetzt, so dass junge Menschen selbst entscheiden können, wo sie ihre Zeit verbringen und die Möglichkeit haben, sich frei zu bilden.

Schule darf sich neu gestalten. Ideen von Bildungslandschaften, Gemeinschaften, freien Lernorten und Werkstätten ... könnten entstehen.  Es bedarf Orte des Lebens und Lernens, an denen selbstbestimmte Bildung und Demokratie von Anfang an in der Tiefe erfahren und gelebt werden kann. 

Bedeutsam für den Wandlungprozess wird eine Reflexion, Neudefinition oder Umwandlung

von Begriffen wie Erziehung, Lernen, Schule. Die Wahrnehmung des Menschen als Subjekt, und nicht als Objekt (welches es zu formen gilt) ist wesentlich, ebenso die Erkenntnis, dass ein erfülltes Leben erst möglich wird, wenn der Mensch seine Neugierde, seine individuellen Bedürfnisse, Interessen und Potenziale ausleben und entfalten kann. Der Mensch braucht für seine Selbstentfaltung unterstützende Gemeinschaften, in denen er sich sicher, gesehen, ernst und angenommen fühlt.

Viele unterschiedliche Ideen, pädagogische Denkrichtungen und alternative Schulformen können hierfür eine wertvolle Inspiration sein. So auch die Sudbury Schulen weltweit. Die Grundhaltung der Sudbury Philosophie kann nicht nur helfen, Bildung ganz neu und anders zu denken, sondern kann zudem wertvolle Impulse in Zeiten des Wandels bieten. Sudbury Schulen stärken das Vertrauen, jungen Menschen Selbst- und Mitbestimmungsrechte zuzugestehen und sind ein Beispiel für gelebte Demokratie. 

Bildung neu und menschlicher zu denken ist entscheidend, aber allein nicht ausreichend. Neben theoretischem Wissen und wertvollen Erkenntnissen ist letztlich die gelebte Beziehung, die innere Haltung und das, was der Erwachsene für sich selbst verinnerlicht und integriert hat wesentlich, damit selbstbestimmte Bildung und demokratische Bildung gelingen kann. Neben inneren Veränderungsprozessen ist jetzt die Zeit, mutig aufzustehen, Grenzen zu setzen, Synergien zu bilden und gemeinsam aktiv zu werden.  Eine Veränderung wird nicht durch Entscheidungen von „oben“, durch die Politik kommen, sondern von der Basis, von „unten“, durch jeden einzelnen von uns und in Kooperation!

 

MEINE ANGEBOTE

In Form von Bildvorträgen, Workshops, Seminaren, Projekten und individuellen Unterstützungsangeboten lade ich Sie ein, mit mir gemeinsam einen Wandel mitzugestalten. 

INSPIRATION SUDBURY SCHULEN 

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Schulangst, Lernblockaden, Schulverweigerung